Klein aber oho…!

Zitterspinnen. Kennste? Sagt man auch Weberknecht zu, aber das sind zwei unterschiedliche Gattungen. Ich mein die mit den kleinen länglichen Körpern und den langen staksigen Beinen…

Zitterspinnen sind ja schon mickrig, ne? Also eigentlich müsste man meinen, so dünn wie die sind ernähren die sich bestimmt von Staub und Dingen, die sich nicht wehren können.

Jetzt hab ich ja eine Zeit in Frankreich gelebt und da ist mir grade wieder diese Geschichte eingefallen. Ich hatte da ein Arbeitszimmer übrig, wo nur Kartons und Schnulli drin standen die man auszupacken absichtlich vergessen hatte. Wie das eben immer so ist. Und eines Tages kam ich in dieses Zimmer und bemerkte in einer Ecke so eine kleine Ameisenstraße, die von unter den Fußleisten kam und sich offensichtlich durch die Wand gefressen hatte. Omg. Ich mir also für die nächsten Tage vorgenommen, was gegen Ameisen zu kaufen, weil im Haus braucht man die ja jetzt echt nicht dringend. Aber es kam anders. Am nächsten Tag saß eine von diesen Zitterspinnen neben der Ameisenstraße und hatte so 1-2-3 tote Ameisen um sich verstreut.

Was?

Ja, diese kleinen mickrigen Dinger fressen offensichtlich Ameisen. Und zwar so effizient, dass am dritten Tag bestimmt 20 Ameisen da rumlagen und am vierten Tag hatten die restlichen Ameisen sich überlegt „Ach komm, lass mal nicht mehr da hingehen. Das lohnt irgendwie nicht…“ Schwupp. Problem gelöst.

Wer hätte gedacht, dass ein Tierchen, das so unscheinbar dünn und zittrig ist, ne ganze Ameisenarmee davon überzeugen kann, einfach mal woanders hin zu gehen. 😀

Kann man sich mal n Beispiel dran nehmen.

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