Ziffern und Nullen

Ziffern kennt man. Das sind die Dinger, aus denen sich die 1337-Speak zusammensetzt. Ziffern sind Zahlzeichen, und ebendenen widme ich einen kleinen Blogeintrag.

Das tolle an unseren Ziffern, die wir seinerzeit aus Arabien (und die Araber aus Indien) importiert haben ist die 0. Daher kommt ja auch der Name, al cifr heißt übersetzt nichts anderes als „die Null“. Als man das versuchte, dem Menschen des 12. Jahrhunderts diese Null als sinnvolle Erweiterung ihres Horizonts nahezubringen war schnell klar, dass die Null des Teufels sein musste. Die Null ist das Nichts. Und vom horror vacui befallen wollte man davon nichts wissen. Wie konnte auch etwas, das wenn es allein steht, das Nichts symbolisiert gleichzeitig einen Wert verzehnfachen (oder verhundert-, ja vertausendfachen), wenn man es einzeln oder zu mehreren hinter eine Ziffer mit Wert stellt? Skandal!

Wieder beruhigt?

Der Mathematiker Leonardo Fibonacci widmete sich unter anderem der Null in seinem Liber Abacci, allerdings brauchte es die Arbeit von Adam Ries, der die arabischen Zahlen dann bei uns etablierte.

Adam Ries, jaja, schon richtig. Kein Riese. Es war damals üblich, an Nomen/Namen im Dativ (wem?) ein „e“ anzuhängen. Beispiele: dem Hause, dem Manne, und eben so auch dem Riese. Hat also nichts mit exorbitanter Körpergröße zu tun. Und verschont mich bitte mit Eva Zwerg… 😉