Gojiernte 2013

Der Bocksdornbusch hat dieses Jahr trotz Mehltaubefall brav Beeren getragen.

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Waren es letztes Jahr noch ein paar wenige Beeren von wenigen 10 Gramm hat sich die Ausbeute dieses Jahr fast versechsfacht 😉 59 Gramm Beeren habe ich geerntet, der Rest bleibt hängen für wen auch immer, der sie haben will 🙂

Leider werde ich die Beeren nicht essen wollen,  weil meine Pflanzen dieses Jahr viele viele Behandlungen gegen Mehltau hinter sich haben und obwohl die alle relativ freundlich waren war da doch Chemie dran beteiligt.

Was also tun mit fast 60 Gramm Gojibeeren, wenn man sie nicht isst? Trocknen werde ich einen Großteil zu Deko- und Bastelzwecken. Und einen kleinen rest werde ich einpflanzen, mal schauen, obs klappt.

 

Der Herbst ist nun da und färbt langsam das Laub ein, ich habe begonnen, die Pflanzen in kleinen Töpfen in größere Gefäße umzutopfen, damit die Erde nicht durchfriert, weil ich nicht wie letzten Winter die ganze Küche voll mit Pflanzen stehen haben will 😉 das sah ja zeitweise aus wie im Dschungel, wenn man sich erinnert 😀

 

Pläne?

Weiterhin alles winterfest machen, Haken in die Balkonwände schrauben um eventuelle Wackelkandidaten festzubinden und hoffen, dass der Mehltau ausgestanden ist. Die Apfelbäumchen leiden jedenfalls noch.

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Erfreulicheres ;)

So. Mal zur Abwechslung etwas erfreulicheres.

Ich hab nämlich zugeschlagen beim shoppen. Gnah *g*

 

anhaenger

Ich warte noch drauf dass die Kette ankommt aber ich fand die geilo, deshalb musste die sein. Auf dem Wunschzettel stehen noch neue Ballerinas und/oder schwarze Chucks, Gürtel und noch’n paar Oberteile und Hosen, die mir erst noch über den Weg laufen müssen.

Eine Sache ist allerdings noch frustrierender als doofe Leute, die ungefragt ihre Beurteilungen über andere Leute in den Raum gröhlen… Es gibt zuviele Löwenzahnsorten.

Jetzt hat sie ’nen Dachschaden, werdet ihr sagen. (Jetzt erst?) Aber nachdem ich eine Löwenzahnpflanze auf meinem Balkon mein Eigen nenne habe ich mich mal ein bisschen damit befasst. Ich wollte ja, sorgsam wie ich bin, nicht einfach irgendwas „Löwenzahn“ nennen nur um dann festzustellen dass es das nicht ist. Also flugs nach Wikipedia und Google gegangen, und festgestellt es gibt gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum) und Löwenzahn (Leontodon).

Löwenzahn ist eine der Pflanzen, auf die sich Bienen gerne verirren, was meinem Projekt „Bienenweide“ ja zugute kommt. Mein Problem ist nur, dass es ungefähr 50 Leontodon-Arten gibt und dann noch jene hinzukommen, die dem Löwenzahn (c) ähnlich sehen, z.B. den Pippau, die Habichtskräuter, das Ferkelkraut, die Gänsedistel, und ohne Brille vielleicht noch der Huflattich. Da schwirrt einem der Kopf von und ich hab das erstmal wieder seingelassen, irgendwas auf meinem Balkon zu identifizieren. Die Welt war einfacher, als das alles „Pusteblumen“ waren. 😉

Dandelion heißt der Löwenzahn auf englisch, was vom französischen „dent de lion“ kommt, was wiederum 1 zu 1 übersetzt Zahn des Löwen heißt. Schön, wenn’s so einfach geht 😉 Auf Französisch heißt der Löwenzahn im Übrigen auch noch piss en lit, „pinkel ins Bett“. Ja, Löwenzahn ist harntreibend. 😉

 

Ich werd mich den Katern nun in Sachen Siesta anschließen.

Wildkraut

Bzw. wildes Kraut.

Jetzt habe ich seit Ewigkeiten ein unbenutztes Schalenkatzenklo ohne Deckel herumstehen. Katzenklo ohne Deckel ist blöd, speziell weil es ein kleines ist und meine beiden Rabauken doch eher groß sind und sich gerne… ausbreiten… *g*

Das Teil ist deshalb super, weil ich ein Beet haben wollte. Ein kleines, für total durcheinanderwuchernde Kräuter, vielleicht dürfen auch 1-2 Ameisen drin wohnen, auf jeden Fall kommen da nun in den Boden 5-6 Löcher gegen Staunässe rein, vielleicht eine Kiesschicht und dann Blumenerde obendrauf. Und dann darf’s wuchern. Hinein sollen Wildblumen, Kamille von mir aus, Klee, Gänseblümchen, Moos, Gras, all so ein Kram.

Als Kind hatte ich einen wilden Blumenkasten, in dem winzige Schnecken, Ameisen und sogar eine Raupe gewohnt haben. Das Biotop hat sich selbst erhalten. Und sowas schwebt mir wieder vor. Jede Pflanze, die bei mir wohnt, trägt dazu bei, dass CO2 abgebaut wird. In der Stadt kein so schlechtes Projekt, auch wenn die Bilanz vermutlich marginal ausfällt. Und vielleicht ergibt es sich, dass man die ein oder andere Pflanze aus dem Biotop auspflanzt und größer zieht. Könnte mir gefallen 🙂

Tomaten

 

Sieht gut aus, oder? ^^

Das ist unsere erste Tomate aus eigenem Anbau. Heute sind außerdem von Rühlemann’s ein Baldrian und eine Gojibeere eingezogen.

 

Kleine Balkoninventur:

2 Cranberry-Pflänzchen
1 Gojibeere
1 Baldrian
1 Cypresse
1 Lorbeer
1 Johanniskraut
1 Katzenminze
1 Salbei
1 Thymian
1 Tomatenpflanze
1 Ysop
1 Lavendel
1 Stevia
1 Eberraute
1 Harfenstrauch (Plectranthus, verkaufen sie als „Weihrauch“, hat aber mit Olibanum nichts zu tun. Die Blätter riechen nur stark rauchig)
1 Aloe Vera (drinnen. Draußen hat ihr nicht gefallen.)

Puh, das ist doch schonmal ne Ausbeute 😉 Zumindest Tomaten sollen noch einige dazukommen, aus den Samen der vorhandenen Früchte. Kann man einfach etwas saubertupfen, trocknen und dann in die Erde stecken. Und nun begebe ich mich auf die Jagd nach neuen Blumenkästen und Töpfen. Die, die hier am Balkon hingen waren nix mehr. Brrrr…. 😉

 

Minze, Minze, Minze uuuund Minze…

Nachdem Volkers Mutter mir ja Minzpflanzen ausgegraben hatte hab ich die eingepflanzt und gehofft, dass sie anwachsen. Und was soll ich sagen – Experiment gelungen 🙂

 

 

Brav recken sie die neuen Köpfchen dem Tageslicht entgegen und duften… Ach schön 🙂 Bald gibts also den ersten hausgemachten Pfefferminztee.

Achja, der Melisse bekommt die Quarantäne draußen sehr gut. Die hatte ja Schildläuse. Und nach meiner Behandlung mit Lavendelöl-Zwiebeljauche-Mischmasch wurde die Anzahl auch massiv reduziert. Noch 2-3 mal und ich denke, die Kleene (mittlerweile Große) darf wieder rein 🙂

Eibe in Xanten

Unweit vom Klever Tor in Xanten steht eine Eibe, die ich heute fotografieren durfte. Da stand sie dann also mit ihren roten Früchten in der Sonne und posierte ein bisschen.

Eiben.  An ihnen ist alles bis auf den roten Fruchtmantel giftig. Den kann man zwar essen, man darf nur die enthaltenen Samen nicht zerkauen und/oder schlucken. Von Experimenten zwecks Selbstbehandlung ist abzuraten, tödlich verlaufene Vergiftungsfälle sind sowohl von Mensch als auch von Tier bekannt. Der Giftgehalt, der im Winter am höchsten ist, wird nicht durch Kochen oder Trocknen gemindert.
Interessant ist die europäische Eibe wegen ihres Taxin B – Gehalts, ein zytostatisch (die Zellteilung hemmend) wirkender Stoff.

Eine Tinktur aus den Nadeln hilft gegen Hautparasiten und im Mittelalter soll eine Räucherung aus Eibenholz gegen Schnupfen, Husten und andere Erkrankungen der Lunge verwendet worden sein. Der Holzstaub kann zu Atemschwierigkeiten und Hautreizungen führen.

Die immergrünen Eiben sind eigen. Junge Eiben vertragen weder zuviel Sonne noch umpflanzen, sie haben empfindliche Wurzeln und sitzen gern schattig in einem Boden, der Wasser gut speichern kann.

Der wissenschaftliche Name der Eibe, Taxaceae, leitet sich vom griechischen τόξον ab, dem Wort für Bogen. Und da wären wir dann auch bei einer Verwendungsart für das Eibenholz. Bögen, Lanzen, Pfeile und Armbrüste hat man seinerzeit aus Eibenholz gefertigt, was zur Folge hatte, dass die Pflanze in einigen Landstrichen völlig verschwand. Die Eibe steht in Deutschland wegen des anhaltenden Rückgangs unter Schutz.

Magisch verwendet wurde sie zur Vertreibung von bösen Geistern und zum erwecken von Totengeistern. Gerne wurden/werden bislang auch Zauberstäbe aus ihrem Holz gefertigt, gilt die Pflanze doch in vielen Kulturen als heilig.

Kräutertipps kurz und knapp

Weil ich grade darüber gelesen habe dachte ich, ich teile die Tipps und Infos hier mal für alle, die sich interessieren 🙂

Sonne vertragen:
Basilikum, Lavendel, Majoran, Oregano, Portulak, Rosmarin und Thymian

Sonnenscheu sind hingegen:
Bärlauch, Kerbel, Sauerampfer, Waldmeister, Zitronenmelisse

Vom Garten in den Topf und zum Winter geschützt ins Haus, das lassen nicht alle mit sich machen. Diese hier schon:
Estragon, Lavendel, Liebstöckel, Löffelkraut, Petersilie, Pimpinelle, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Ysop und Zitronenmelisse

Gegen Schädlinge helfen:
Knoblauch, Schnittlauch, bei Rosen verhindern sie Sternrußtau.
Kamille übrigens unterstützt das Wachstum junger Pflanzen und Läuse mögen Lavendel in der Nachbarschaft nicht leiden.

Basilikum aus dem Supermarkt direkt austopfen und die einzelnen Pflänzchen trennen. Die sind nämlich viel zu nah beieinander gepflanzt und gehen schnell ein, wenn man sie so belässt.

Kräuter sparsam gießen – erstens verfaulen die Wurzeln bei zuviel Nässe und zweitens bilden sich durch häufige kleinere Wassermengen mehr Inhaltsstoffe.

Beifuß, Eberraute, Koriander und Wermut sind eher nichts für den Balkon wegen des strengen Geruchs.