[Review] Starchaser – The Legend of Orin

Starchaser_movie_poster

 

Als große Freundin kitschigen Kitschs hat mich die Headline „The best 3-D Movie ever made!“ in Verbindung mit dem Alter (1985) des Films sofort überzeugt. Entweder der Film würde brilliant sein oder aber schlecht, und beides hat das Potenzial, Spaß zu machen.

Der Film ist ein Amalgam aus Star Wars, klassischer Herr der Ringe-Queste, garniert mit ein paar Zombie-Sprinkles und ein bisschen neckischem Unterhosenhumor und man merkt der Atmosphäre an, dass man auf den Star Wars-Zug aufspringen wollte.

Brilliant schlecht?

Der Trashfaktor ist aus heutiger Sicht natürlich relativ hoch. Aus damaliger Warte, würde ich sagen, ist das technische Niveau durchaus gut. Was das Erzähltechnische angeht muss man allerdings ein bisschen die Augenbraue heben. Der Protagonist ist jedenfalls nicht sehr lange traurig über seinen herben Verlust. Aber davon abgesehen ist die Botschaft des Films hauptsächlich „Die einzige Kraft die du brauchst steckt bereits in dir!“ und ist angesichts des Releasedatums thematisch fast erwartbar. Die auftauchenden Zombieroboter stechen in ihrer morbiden Darstellung hervor und man bekommt einen guten Eindruck davon, dass die Welt, in der das Ganze spielt, eine recht raue und unfreundliche ist, auch unabhängig vom Antagonisten, dem despotischen Zygon.

Erfreulich:
Antony DeLongis spricht Zygon.
Viele Anleihen bei StarWars die aber gut in die Story integriert sind. Eine Roboter-Dame erinnert an C3PO, ein Gauner namens Dag Dibrimi mit einem Raumschiff gibt den Han-Solo-Verschnitt, Orin selbst dient als Luke Skywalker und seine Prinzessinnenfreundin heißt zwar nicht Leia, aber ihr wisst worauf ich hinaus will.

Gehtso:
Der Film heißt StarChaser. Das Raumschiff von Dibrimi heißt StarChaser, wird aber nur kurz benutzt. Um so eine Namensgebung zu rechtfertigen, kommt es zu kurz zum Einsatz und eigentlich geht das nur durch, weil „Starchaser“ ein cooles Wort ist.

Weil aber die Animationen gut sind, das Storytelling einen absolut nicht langweilt und man solche Anspielungen auf andere Franchises eher begeistert sucht anstatt mit dem Schmähfinger darauf zu zeigen würde ich den Film jedem empfehlen, der sich für das 80er Jahre Heldenthema begeistern kann und Sachen mit Schwertern, Magie und Technik mag.

Feuer und Eis

Wenn die Mutter vom finsteren Nekron die hübsche Teegra entführen lässt, sich ein kräftiger Jüngling mit seinem noch kräftigeren Berserkerbegleiter auf den Weg macht sie zu retten, im Namen des Königreichs des Feuers, dessen Königstochter die gute Teegra natürlich ist, dann kann das nur Fire and Ice sein. Ein großartiger Zeichentrick der all das hatte was He-Man hätte haben sollen (Blut und so noch nichtmal mit eingerechnet).

Das ganze ist eine Zusammenarbeit zwischen Frank Frazetta und Ralph Bakshi gewesen. Frazetta kennt man von den genialen Fantasybildern und Bakshi hat Fritz the Cat verbrochen *g*

Wann immer ihr des Films habhaft werden könnt und falls ihr dann noch auf Fantasy-Eiszeit-80er-Cartoons steht gebt ihm ne Chance.

Thor – Der Hammer Gottes

Ich finde den originalen Titel „Thor – Hammer of the Gods“ hübscher wegen dem Plural. Aber das tut meinem neuen lieblings-Trashstreifen keinen Abbruch. Trash, weil der Thorshammer ne Larpwaffe ist und der Plot soviel Tiefgang hat wie ein Wikingerschiff.

Lieblings- weil der Thorshammer ne Larpwaffe ist, ich auf Trash stehe und sogar ein paar CGIs eingebaut sind.

Worum es geht? Nordmänner stranden auf einer Insel (auf der Suche nach irgendwas coolem und Ruhm) und irgendwelche Garstlinge (die irgendwie wie Worgen aussehen…) eröffnen diverse Bauchdecken. Da das so nicht geht macht man sich auf, ebendie zu finden und zu rächen was zu rächen ist. Dass man dabei auf den guten alten Fenris trifft und manche bedeutungsschwangere Weissagung getätigt wird ist klar.

Wer also offen für sowas ist sollte sich den Streifen nicht entgehen lassen. Wer den Hauptdarsteller von Thor betrachtet und unschlüssig „… den kenn ich doch…“ murmelt, den kann man aufklären: Das ist aus dem größten Sohn aus „Hör mal wer da hämmert“ geworden. Cool, ne? Da schließt sich doch wieder ’n Kreis 😉