Der Donnerberg in Bottrop

Man sagt sich, im Jahre 1815 habe es einen Müller gegeben, der zur Vervollständigung seiner Mühle nur noch zwei Mühlsteine brauchte. So ging er hin, auf den Donnerberg, und sah sich den Opferstein aus, der dort lag. Zunächst fand er niemanden, der ihm helfen wollte, weil alle glaubten Donar selbst habe den Stein dort hingewälzt. Aber schließlich getrauten sich doch ein paar, ihm zur Hand zu gehen. Doch mit keinem von ihnen sollte es ein gutes Ende nehmen. Jedem, der an dem Stein rührte und ihn bewegte, widerfuhr Unglück. Dem einen sprang ein kleines Steinchen ins Auge, das ihn erblinden ließ. Dem anderen zerquetschte es den Fuß, doch am Schlimmsten traf es den Müller selbst. Von Stund an da der Stein in seine Mühle gebracht worden war ging es immer schlechter mit ihm. Das Mehl taugte nichts mehr und die umliegenden Bauern brachten ihm kein Korn mehr. Schließlich ergab er sich dem Trunke und wurde als Lump aus dem Haus geworfen. Er verdingte sich fortan als Knecht in einer anderen Mühle und geriet am Ende ins Kammrad.