Was die schonwieder postulieren…

Manchmal bereut man, was man grade getan hat.

Ich auch.

Die Nacht war jung, ich war gelangweilt und wollte mich bloß bestätigt wissen. Und ja, ich gebe es zu, ich war auf dieser leidlichen Glamour.de – Seite.

Da rätseln und erklären sie schließlich, warum Mann beim Sex wohl die Augen schließt. Und wenn man dem Text glauben schenkt, erliegen wohl eine Menge Tussis der Vorstellung dass wenn -er- beim Sex die Augen schließt, dann denkt er an seine Ex. Scheinbar sind diese Tussis der Meinung, dass -er- seine Herzdame mit weiten Augen anstarren soll, während er eine olympiareife Performance hinlegt, während sich das Blut in die Lendenregion möglichst weit Weg von den Augen und dem Dahinter verabschiedet.

Ok, was ich davon halte muss ich ja nichtmehr schreiben. Aber das folgende Zitat hat mich dann doch überrascht:

Also, Ladies, schließen Sie die Augen, entspannen Sie sich – ebenso wie er es tut – und sehen Sie es positiv: So bleibt Ihnen der Gesichtsausdruck beim Orgasmus erspart!

Krass. Findet man als In-Tussi nur einen bestimmten Gesichtsausdruck des Auserwählten schön und den Rest scheiße? Sollte man nicht grade den Partner in exakt diesem Moment völlig an- und aufnehmen? (Vorausgesetzt er schiebt keine peinliche Pornonummer)… Warum hören die Medien nicht auf, alles und jeden rückverdummen zu wollen? Warum müssen die jedes mal drauf rumhacken und Männer und Frauen durch solche Spitzen voneinander entfernen?

Reicht ja scheinbar nicht, dass die an jeder Ecke erstmal erklären dass frau Mann nicht verstehen kann weil Mann ein retardierter, schwanzgesteuerter Chromosomkrüppel ist?

Kopfschüttelnd…

Ente

frauenweisheit

Heute auf dem Weg zur Apotheke hat’s mich in den hiesigen Buchladen gezogen, wo meine Mam mir dann den ersten Teil meines Geburtstagsgeschenks für nächsten Monat gekauft hat: zwei Holy Smokes (weihrauch und lotus) und ein Buch „Frauenkörper Frauenweisheit“ von Dr. Med. Christiane Northrup. Das Buch handelt von Frauenheilkunde und ich freue mich schon, es zu lesen. Nach dem ersten Blättern bin ich neugierig geworden. Das ganze ist ein 700 Seiten Schmöker.

Was mich noch dazu verleitet zu denken, dass meine Rückkehr nach Deutschland richtig ist, ist dass meine drei Miezen grade so glücklich darüber sind dass ich da bin. Gary und Loki weichen mir nicht von der Seite. Azra ist bloß wie immer zurückhaltend. Sie zeigen mir, dass sie an meiner Seite sind und mich und meine Gegenwart schätzen. Schön 🙂

Meine Haare sind wieder schwarz. Meinem Liebsten zum Gefallen. Das fühlt sich grade kräftig an. Richtig. Gut.

Ich war ebenfalls kurz im Bijou Brigitte hier und hab kurz ein paar Steine dort angesehen. Und ich muss sagen, ich hatte selten so ein Gefühl von künstlicher Giftigkeit wie bei diesen kreischend blauen Achatscheiben. Schade, weil eigentlich mag ich Achate. Nur gefärbte Modesteine sind eben nicht mein Ding. Ich möchte natürliche Farben. Wenn ich mir schon so zweifelhaft gewonnene Steine hinstelle.

Insgeheim plane ich ja schon an meiner neuen Wunschwohnung in Deutschland. Ich mag ja meinen Gedanken gern freien Lauf lassen. Und vielleicht kann ich da dann mehr meiner Kreativität nachgehen. Und ich hoffe, dass mein Liebster sich dann auch in der Wohnung wohlfühlen kann. Ich bange jeden Tag um ihn. Ich hoffe jeden Tag dass alles besser wird. Ich liebe dich, Honey.

Die Mondin scheint in mein kleines Zimmerchen. Morgen (heute) geht es zurück nach Frankreich. Mein Husten ist etwas besser. Keine erhöhte Temperatur mehr. Die Wirkung des Cortison scheint nun weg zu sein und eine Heilung scheint zumindest in Sicht. Ein Monat Husten und kaum Schlaf ist genug.
In Frankreich ist es mir nicht gelungen, einen vernünftigen Arzt aufzutun. Nachdem ich für meinen starken Husten Antibiotika bekommen habe ist der Husten nicht weggegangen. Durch die Antibiotika hat sich zwar eine große Menge Flüssigkeit gelöst, die von Blut durchzogen war, aber der Husten blieb und der Schleim wurde nachdem die Antibiotika alle waren grün. Eine bakterielle Infektion war hinzugekommen. Daraufhin meinte der Arzt jedoch, er könne nicht schonwieder Antibiotika verschreiben, deshalb gäbe es nun Cortison. Außerdem könne er an der Lunge nichts hören. Wie Cortison wirkt? Ob es hilft? Cortison unterdrückt die Reaktion des Immunsystems. Man hat kein Fieber und keine Gliederschmerzen mehr. Die Infektion bleibt. Und sie blieb. Und der Husten wurde trocken. Ich kann noch immer nicht im liegen schlafen sondern lagere meinen Oberkörper halbwegs aufrecht, um nicht die komplette Nacht zu husten. Naja ich habe eine weitere Gabe Antibiotika bekommen. Das hat meine Schleimhäute allerdings gesprengt.
Vielleicht muss ich ins Krankenhaus, wenn ich nach Deutschland zurückkomme.

Ich bin erschöpft. Aber ich Mache weiter. Für Volker. Für unsere Liebe.

Packt mich in Watte…

So fühle ich mich grade. Ich will in einen Wattekokon. Nicht dass mich die Außenwelt stören würde, nein. Aber heute ist der erste Tag der Drachenwoche. Und der kommt meistens mit Getöse und Unruhe und… Bauchweh. Naja, verkriecht man sich mit Kartoffelbrei und Creme Fraiche, dem Häkelponcho und etwas Mittelaltermusik im Nest und trinkt Tee.

Drachenwoche. Die Bestätigung, dass man nicht schwanger ist. Tabuthema. Kurz vorher fühlt frau sich gern mal  ausgepowert, verwirrt, zu nah am oder zu weit weg vom Wasser gebaut. Sogar ich, die sich immer sämtlichen medial vermittelten weiblichen Konventionen entzogen hat, fühle mich dann manchmal matschig. Nicht immer. Aber es kommt vor (jedes zweite oder dritte mal), dass ich fiese Kontraktionen merke.

Drachenwoche – weil ich dann dazu neige, Feuer zu spucken und Gebäude mit meinen Klauen und meinem Schwanz zu zerkleinern als seien sie aus Pappe.
Aber so, wie von einigen Frauen/Mädchen beschrieben, ist das ganze trotzdem nicht. Kein Horror, keine peinlichen Situationen, irgendwie scheint mich mein Pragmatizismus hier auch wieder davor zu bewahren, alles komplizierter zu machen, als es ist. Gut, man hat die Drachenwoche, man weiß was zu tun ist, fertig. Wenn es einem schlecht geht legt man sich hin, wenn es einem gut geht dann geht man seinem Tagewerk nach.

Männer wollen über sowas übrigens keine Details wissen. Und für mich ist das okay so. Ich will ja auch von Männern verschiedenes nicht wissen. Dass sie Frauen bei diesem Thema nicht mit völliger Begeisterung zuhören und in den Beschreibungen aufgehen stört mich persönlich jetzt garnicht. Wenn ich darüber reden möchte dann gehe ich zu jemandem, von dem ich von vornherein weiß, dass er/sie was dazu zu sagen hat und sich nicht unangenehm fühlt, wenn man damit ankommt. Man(n) hat durchaus das Recht, aus unangenehmen Gesprächen zu flüchten. Das ist auch nicht unsensibel. Das ist bloß Selbstschutz. So wie mein Wattekokon.