AD(H)S-Diagnosen töten Kinder,

… sind Schuld am schlechten Wetter und verursachen Staus.

Wirklich. ‚Schwör.

In diesem Artikel auf einer Seite des Kopp-Verlags wird anschaulich-schaurig beschrieben, was mit allzu lebhaften Kindern passiert, wenn der böse Onkel Doktor sie in seine Griffel bekommt. Also Obacht, liebe Eltern, wenn eure Kinder gerne mit den Stühlen kippeln oder mal während ‚Familien im Brennpunkt‘ nervig dazwischenbrabbeln könnte es gut sein, dass sie ADHS haben und man sie unter Drogen setzen muss. Oder am besten gleich lobotomieren.

Pausetaste.

Gefunden habe ich diesen Artikel heute bei Facebook und ich verstehe, dass Leute das emotionalisiert, weil so, wie das fomuliert ist, ist der Sachverhalt natürlich gradezu eine Unverschämtheit. Nur weil ein Kind ein bisschen lebhafter ist als die anderen lauern Ärzte zu Hunderten hinter Hecken und ausklappbaren Schultafeln, um diese armen Kleinen instantan mit Medikamenten zu sedieren und geistig für immer in die nächste Galaxie zu schießen.

Jetzt ist AD(H)S eine Krankheit, die in letzter Zeit immer wieder unter diesem Tenor in die Medien geraten ist, es handele sich um eine Modediagnose um besorgte Eltern abzuservieren oder um genervten Eltern eine Möglichkeit zu geben, ihre Kinder medikamentös einfach ein bisschen geschmeidiger zu machen. Das klingt wie eine Horrorvision, oder?

Aber halt mal. Wie immer, wenn so ein Hype durch die Medien geistert gibt es da sicher was dran auszusetzen, wie zum Beispiel dass in solchen Artikeln ausschließlich Ängste geschürt und Fakten ausgelassen werden.

AD(H)S gibt es tatsächlich. Nur handelt es sich dabei nicht um eine Diagnose mit der man trotzige Kinder etikettieren kann um für sie auch endlich ein Label zu haben. AD(H)S ist eine Wahrnehmungsstörung und kann unbehandelt die Hölle sein.
Ja wie jetzt?
Echt. Jemand, der AD(H)S hat, hält alle Informationen die auf ihn einprasseln für gleichwertig wichtig. Was man sich als Normalo noch halbwegs entspannt vorstellt, so nach dem Motto „Naja dann kann man bei den Aspekten in dem Text vielleicht nicht unterscheiden ob es nun wichtiger ist dass der Protagonist dies tut oder jenes…“ gestaltet sich im Alltag eher so, dass man die Farbe der Wand, das Eichhörnchen vor dem Fenster, den Lehrer, den Tisch und das Handy gleich wichtig findet und das nichtmehr ausblenden, geschweige denn unterscheiden kann. Alles ist zu jedem Zeitpunkt gleich wichtig. Alles lenkt einen sofort ab. Der Lehrer hält einen Monolog? Oh schau, Schuhe mit grünen Schnürsenkeln! War das grade ein Presslufthammer? Egal, wie spät ist es? Zeit zum Essen, obwohl ich garnicht hungrig bin, aber andererseits könnte man jetzt ein Snickers essen, obwohl auch ein Twix ginge, hieß das nichtmal Raider? Oh der Lehrer wieder, scheiße, schonwieder 5 Minuten verpasst… Plus, Minus, Mal, Geteilt, kann man alles schonmal verwechseln.  Jeder kennt vielleicht so Momente, wo man so aufgedreht ist, weil man vielleicht zuwenig geschlafen hat oder zuviel Koffein hatte. Aber Menschen mit AD(H)S haben das immer. Die ganze Zeit. Es gibt keinen länger anhaltenden Fokus auf etwas, Lesen und Konzentrieren fallen schwer weil ständig irgendetwas knistert, raschelt, jemand atmet, sagt etwas, oder man assoziiert selbst und wird dadurch abgelenkt. Wie dieser blöde Gag. „Manchmal hab ich ein Problem mit meiner Aufmerksam…oh ein Eichhörnchen!“

Jetzt fehlt den Leuten einfach ein bisschen Fachwissen bezogen auf dieses Thema. Was man als Normalbürger in solchen Wutblättchen liest klingt ja fast halbwegs fundiert, Wissenschaftler werden namentlich genannt und es werden auch Fachtermini benutzt, das wird schon Hand und Fuß haben. Den Pharmafirmen ist eh nicht zu trauen, man hat’s ja immer gewusst.

Der Punkt ist nur, dass diese Thesen, die der Kopp-Verlag da veröffentlicht, auf einer Fehlannahme basieren, die sich weitertradiert, so doof sie auch ist. Sie behaupten, arme kleine Kinder würden mit bösem Ritalin ruhiggestellt.

Ritalin ist technisch gesehen Koks. Koks ist ein Aufputschmittel.

Müsste man nicht eigentlich viel wacher werden, wenn man Koks nimmt? Das ist doch das Zeug zur Leistungssteigerung, um länger wach zu bleiben, Leute auf Koks sind total überdreht, kennt man doch aus’m Tatort.

Und das soll Kinder ruhigstellen?

Ritalin wirkt tatsächlich aufputschend – und zwar bei allen, die kein AD(H)S haben. Ohne AD(H)S geht man davon ab wie Schmidts Katze.

Auf Menschen MIT AD(H)S wirkt Ritalin allerdings genau umgekehrt. Es strukturiert die Gedanken, beruhigt dieses Aufmerksamkeitsgewitter im Gehirn. Man wird geistig ruhiger. Sicherlich hat Ritalin immernoch Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit und einen erhöhten Grundumsatz weil der Körper auf Hochtouren läuft, das Aufputschmittel wirkt im Hirn zwar beruhigend, aber auf den Kreislauf eben weiterhin beschleunigend. Das ist auch der Grund, warum bei AD(H)S – Patienten engmaschig kontrolliert wird, Psychiater hinzugezogen werden und einmal im Jahr das Medikament für 6 Wochen abgesetzt werden soll um zu überprüfen, ob Entzugserscheinungen auftreten.

Wenn also Eltern mit ihrem lebhaften Kind zum Doc gehen, der Ritalin aufschreibt und das Kind danach ruhiger ist, dann hat es wohl AD(H)S. Sollte unter Ritalinbehandlung eine Steigerung der Unruhe auftreten muss man die Diagnose wohl nochmal überdenken.

Der Kopp-Verlag sollte sich schämen, dreckige Lügen über eine reale Krankheit in die Welt zu setzen, unter der die Betroffenen ohnehin schon im Alltag leiden. Allerdings ist es bereits schwierig für Betroffene, überhaupt eine richtige Diagnose zu bekommen weil die Symptome genauso gut auch in manisch-depressive Richtung gehen können und/oder mit persönlichem Versagen assoziiert werden. All diejenigen, die händeringend nach einer Diagnose suchen und sich nichts sehnlicher wünschen, als einen Namen für ihr kaum beschreibbares Problem, werden vom Kopp-Verlag persönlich torpediert weil es diesen Unpersonen lediglich darum geht, wirre Thesen gegen Bares einzutauschen.

Kleiner Nachtrag: Es kam im Laufe des Facebookdialogs dazu, dass jemand sagte, Ritalin werde zu leichtfertig verschrieben. Dieses Argument habe ich im Bezug auf die AD(H)S-Verschwörung auch bereits in verschiedenen Schattierungen gehört. Man werfe Kindern und jungen Erwachsenen diese Pillen geradezu in den Rachen.
Da Ritalin wie eine aufputschende Droge auf den normalen Bürger wirkt, freuen sich sagen wir mal gewisse Studenten oder Junkies sehr, wenn sie dieses Mittel irgendwo herbekommen können und natürlich ist das illegal.
Mit anderen Worten, das Zeug könnte man super an bestimmte Leute vertickern, wenn man das im Überfluss zur Verfügung und ausreichend kriminelle Energie hat. Eben darum wird Ritalin nicht leichtfertig jedem der nicht bei drei auf dem Baum ist in den Hals geschmissen. Der Gesetzgeber hat da keine Lust drauf, ärztlich subventionierte Drogenschwarzmärkte auseinander zu klamüsern.

Wenn man common sense als Raubkopie runterladen könnte… ob die Leute dann schlauer wären? …

Zahnpasta

Ich hab gestern versucht, mich mit Fluorid auseinander zu setzen und bin daran gescheitert, dass zuviele Leute zuviele Verschwörungstheorien ins Internet geworfen haben, sodass man kaum an brauchbare Infos kommt wenn man gerne wissen möchte, ob irgendwelche Zahnpastabestandteile zu aggressiv sind für’s Zahnfleisch. Okay, kurzerhand sind wir dann heute in den hiesigen Bioladen gegangen (man könnte meinen, ich hätte einen Werbevertrag mit denen 😛 ) und ich habe mir eine vegane Teebaumölzahnpasta besorgt. Die Zahncreme ist von der Firma CMD und die Tatsache, dass sie vegan ist, freut mein Naturkosmetikherz natürlich.

Der erste Versuch war auch direkt von Erfolg gekrönt, denn das Putzen mit diesem Zeug hinterlässt nichtnur ein angenehmes (und nicht zu scharfes) Gefühl im Mund und das ganz ohne Zahlfleischbluten. Daumen hoch!

Golden Milk

Goldene Milch…

Ich habe grade bei Amala darüber gelesen und das hat mich neugierig gemacht, speziell weil ich ja immer mit meinen Knien zu tun habe.

Um Golden Milk herzustellen brauchst Du 1 TL Curcumapulver, 100 ml Wasser, 200 ml Pflanzenmilch (Soja, Hafer, Mandel, was immer Dir schmeckt), 1 Msp. Zimtpulver und ein paar Tropfen Mandel- oder Sesamöl.

(netzwirkerin.de)

Ich probiers gleich morgen mal aus, sobald ich Kurkuma habe, und berichte 😀 Und bis dahin recherchiere ich noch ein bisschen.

Lanzenbrechen für Olivenöl-Pflege

Lange hab ichs ja wegen dem Geruch verschmäht. Ich finde nämlich nicht, dass es allzu lecker riecht. Zumindest so ohne alles. Zum Braten oder über Salate mag ichs hingegen gern.

Jetzt hört man ja hin und wieder Olivenöl sei gesund, mache schön und überhaupt könnte man das sogar zur Zahnpflege einsetzen indem man das im Mund hin und herbewegt und durch die Zähne „zieht“. Hab ich ausprobiert, war aber wegen des intensiven Geschmacks nix für mich, aber weil ich schonmal dabeiwar hab ich mir gedacht ich könnte ja mal was für mein Haarprojekt und meine Haut tun. Schüssel, Salz, Olivenöl, Gesicht abends damit gepeelt und alles ist entenfederweich. In die Haare kommt jedes Wochenende Olivenöl über Nacht, damit das schön einzieht. Bisher hat das für Glanz und weniger abgebrochene Haare gesorgt. Überlege, ob man das auch in die Ansätze massieren soll, aber ich wills glaub ich erstmal weiter so ausprobiern… Zufriedenstellendes Ergebnis mit wenigen (natürlichen) Mitteln. 🙂

Falsche Wahrnehmung

Image

Mit einer Essstörung nimmt man sich selbst falsch wahr. Um das mal zu visualisieren habe ich mich des Weight loss simulators bedient und ein Gewicht von ca 85 kg auf der linken und ein Gewicht von  ca 135 kg auf der rechten Seite eingetragen. Dazwischen liegt ein unterschied von 50 Kilo. Man würde bei der Selbsteinschätzung zum rechten Bild tendieren, selbst dann, wenn man deutlich unter den 85 Kilo des linken Bildes liegt.

Heiße Zitrone

den Saft einer halben Zitrone in ein Glas, mit heißem Wasser auffüllen und nach Geschmack mit Honig süßen.

Das ganze hilft uns schon seit gut einer Woche gegen unsere fiese Sommererkältung. Die Wärme tut dem Hals gut, die Zitrone und der Honig dem Immunsystem und zusammengenommen ist das auch noch dem Wohlfühlen zuträglich. Altes Entenrezept 😉

Making::Badeöl

Mein erster Versuch, Blüten und Co in Öl einzulegen um daraus Badeöl zu gewinnen. Einfach ordentlich Lavendelblüten, eine Stange Zimt und etwas Mandarinenschale in Öl, das ganze 1 Monat stehen lassen und dann durch einen Kaffeefilter in eine dunkle Flasche füllen. Man darf gespannt sein 😉