Sach ma deine Quellen!

Ich mach ja grade Konzepte und Prototypen und bestelle und mache und tue und manchmal, wenn man seine Ergebnisse so postet, kommen dann so Fragen auf wie „Wo beziehst du deine Materialien (konkret: Kettenglieder/Bauteile)?“

Was ne sehr spannende Frage ist, geb ich zu.

Aber beantworten will ich die irgendwie nicht mit konkreten Internetadressen oder Anschriften. Das ist ein Thema wo’s um konkrete Kohle geht. Kohle, die ich verdienen möchte weil ich davon leben will. Und auch Kohle, die aus den Taschen anderer Leute kommt.

Zuallererst wäre ja spannend zu erfahren, was die Einzelteile kosten damit man ein bisschen die Neugier befriedigen kann. AHA! Das kostet ja nur 20 Cent insgesamt, da haste aber ordentlich draufgeschlagen, woll? Oder Oh, das kostet 19,99 und du verkaufst das für 20 Euro, da machst du ja gar keinen Gewinn mit! Lass mich dir einen zickigen Crashkurs in Unternehmensführung geben! Und plötzlich wird aus einem Teil das einen festen Preis hat Diskussionsmaterie. Warum nimmst du diesen Preis? Ich hab das da hinten viel billiger gesehen! Andere Leute machen das aber anders! Möchte ich nicht. Wenn man etwas verkauft hat man ohnehin das Risiko, dass Lieferungen nicht kommen, Leute nicht bezahlen, Ware beim Versand verschwindet. Das sind alles Dinge, die man Verkäufern und Künstlern sagt, auf die die erstmal nichts für den Kunden zufriedenstellendes antworten können. Manchmal wollen die Kunden auch gar keine zufriedenstellende Antwort. Sondern bloß mal was doofes sagen, womöglich weil sie an anderer Stelle mal betuppt worden sind. Und ich möchte dem einfach keinen Nährboden bieten.

Aber, wenn ich weiß woher du das beziehst weiß ich auch gleichzeitig, welche Qualität das hat!

Ja, nein. Wenn ich als Bezugsquelle einen Deutschen Shop nenne, kann (und wird) der seine Ware aus irgendeinem Land beziehen, in dem billig produziert wird. Welches Land das ist, ob da Kinderarbeit herrscht, ob die sauber arbeiten? Keine Ahnung. Möglicherweise ist das Land auch nicht das Produzierende, sondern einer von vielen Zwischenhändlern. Und die Qualität, muss ich sagen, ergibt sich für mich dadurch, dass ich die Einzelteile bearbeite. Mit Zangen beispielsweise. Silberfarben angesprühtes Plastik hält das wohl kaum aus, und das Material gebe ich ja an. Dafür Risiken eingehen?

Risiken? Wat denn für Risiken?

Naja. Ich möchte mich ja selbstständig machen. Und wenn ich meine Quellen in der Gegend verteile schießen schließlich beliebig viele weitere Shops aus dem Boden, die das was ich verkaufe für die Hälfte vertickern. Zum Beispiel, weil da eine ganz andere Kaufkraft hinter steht und die riesige Mengen abnehmen können. Ich aber nicht. Und dann sitze ich da, mit meinem kleinen Konzept und verkaufe nichts.

Aber ich will nur wissen, ob das Allergene enthält?

Das wiederum kann ich in der Regel sagen. (Und wenn ichs nicht weiß, sag ich dir auch das.) Ich weiß ja, aus welchem Material meine Einzelteile sind und kann auch auf individuelle Wünsche eingehen, Textilbänder für Veganer verwenden, generell auf Nickel verzichten, etc. pp.  Ich trage meinen Schmuck ja auch selbst und würde das mit dem Nickel sicher bemerken 😉

 

Muss man mal klarstellen 😉

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