Whats-theFuck-App

Ente, wie kann dir diese Übernahme von WhatsApp durch Facebook so egal sein? Das wird noch alles den Bach runtergehen, wir werden alle ausspioniert, die Zombies kommen und du sagst dir ist das total egal!!! Schäm dich! Pfui! Du bist Schuld wenn alle sterben!

Facebook hat dieses unschuldige kleine Programm gekauft und bevor Facebook es hatte waren die Nachrichten so schön sicher und man konnte kommunizieren ohne dass man ausspioniert wurde und einem Werbung geschickt wurde und auf einmal kommt der Facebook-Satan und greift mit seinen Geiferklauen nach diesem süßen Programm und überhäuft deren Macher mit 19 Milliarden Dollar und jetzt sind alle Daten in Gefahr.

Oder nicht?

Nö Leute, macht euch keine Sorgen. Entwarnung auf der ganzen Linie. Dass WhatsApp nach dem Kauf durch Facebook anfängt, eure Daten zu stehlen und zu sammeln und zu verwerten ist völliger Quatsch.

Das hat es vorher auch schon getan.

Wenn man sich WhatsApp einmal ansieht und was es so tut dann wird man feststellen, dass es auch schon vor dem Facebook-Coup ein echt hohes Grausigkeitsniveau erreicht hatte. WhatsApp Inc. ist eine amerikanische Firma und unterliegt somit der amerikanischen Gesetzgebung, die unter anderem besagt, dass man als amerikanische Firma Daten an amerikanische Geheimdienste auf Nachfrage herauszurücken hat. Die NSA-Angst kommt also gute 5 Jahre zu spät, was das angeht.

Eigentlich ist WhatsApp auch ein stinknormaler Messengerdienst wie AIM, ICQ und MSN. Die Software verschickt bloß, einmal installiert, sämtliche Inhalte des handyeigenen Telefonbuchs direkt an die WhatsApp-Server und speichert die Daten, ob die Nummern, Wohn- und Email-Adressen zu Whatsapp-Nutzern gehören oder nicht, und natürlich auch die gesendeten Mitteilungen.

Das coole an diesem WhatsApp ist ja, dass es gratis ist. Zumindest in den meisten Fällen. Es hat 450 Millionen Nutzer und irgendwie fragt man sich, welcher mildtätige Geist die Infrastruktur für eine App gespendet hat, die 450 Millionen User verwalten kann. Aber schön, dass das offensichtlich klappt… [bedeutungsschwangeren Blick hier einfügen].

Das brisante an der Software ist, dass sie relativ leicht hackbar ist. Wenn man die Seriennummer des Handys (IMEI bzw für Apple die MAC-Adresse) und die Telefonnummer des entsprechenden Users hat, kann man sich dessen Account bemächtigen und ihn im Zweifel fernsteuern. *hust* backdoor *hust*

Mit anderen Worten, ja klar leaken immer mal so Sachen in die Öffentlichkeit, die Datenschützer aufmerken lassen. Aber fassen wir das mal in Worte, diese News als Spitze des Eisberges zu bezeichnen wäre eine fahrlässige Untertreibung.

Deshalb ist mir dieser WhatsApp – Kram auch total egal. Hätte ich Geld wetten müssen, dass das Ding sämtliche Daten abgräbt, hätte ich extra zu dem Zweck noch einen Kredit aufgenommen, achwas, zehn.

Wenn man etwas ändern möchte, soll man sich nicht von solchen Sachen wie WhatsApp und Facebook davon abhalten lassen. Die Änderung muss im eigenen Kopf anfangen, in die eigenen vier Wände transportiert werden, dann nach außen in die Familie, zu Freunden. Und wenn man uns, der Bevölkerung, so eine Infrastruktur wie Facebook in den virtuellen Vorgarten stellt, dann können wir sie genauso gut nutzen und durch die Art der Nutzung ad absurdum führen.

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