Neemöl und Gartenquak

Also diese Thripse, sofern es welche waren, haben sich verkrümelt.

Götterseidank, denn die Pflanzen haben langsam ganz schön die Flügel hängen lassen. Am stärksten befallen waren Thymian und Salbei, und nachdem zig Anläufe mit eben diesen Kräutern nicht geklappt hatten (wir erinnern uns… Schildläuse, Gießverhalten… alles grausig) habe ich mir größere, kräftigere Pflanzen zugelegt die dann aber irgendwie von diesen milimeterkleinen Fliegen quasi übersät waren.  Kurzerhand Neemöl bestellt, in eine Sprühflasche mit Wasser getan, geschüttelt und gesprüht was das Zeug hielt. Geschüttelt deshalb, weil ich auf einen Emulgator verzichtet habe und sich durch das Schütteln das Öl auch in der Flasche verteilt hat. Muss man dann eben bisschen mehr schütteln 😉 aber noch mehr komische Flüssigkeiten auf meinen Pflanzen zu verteilen wär jetzt noch blöder gewesen. Und was soll ich sagen, es hat gewirkt.

Neemöl ist Stinkezeug. Das haben diese Fliegentiere sich vermutlich auch gedacht und sind abgedüst. Eigentlich wirkt es eher über das Gießwasser, zieht in die Pflanze ein und sorgt bei saugenden Insekten dafür dass sie (und ihre Larven) sich nichtmehr häuten können. Aber ich dachte, man kann ja auch mit Atombomben von mehreren Fronten aus kommen 😉 und einen weiteren Zwischenfall wie mit den Pflanzenschutzstäbchen und dem Lorbeerbäumchen wollte ich vermeiden. Der hat die Chemiebombe zwar überlebt und treibt nun wieder aus, aber es hat ihm definitiv nicht gutgetan. Ihm sind einige Blätter regelrecht verbrannt und es hat nun fast ein halbes Jahr gedauert, bis sich die neuen Triebe gezeigt haben. Lorbeer ist sowieso keine Pflanze, die in alle Richtungen schießt… Und essen will ich von seinen Blättern ja auch irgendwann mal wieder.

Die Goji-Pflanze blüht.

Kaum angekommen, haben sich zwei Blüten gezeigt. Ich darf also auf zwei Beeren hoffen 😉

Die Stevia muss umziehen. Steviapflanzen sind laut diverser Zeitungen ja so unglaublich pflegeleicht – was auch eigentlich richtig ist. Nur meine sind regelrechte Diven. Immer. Eine halbe Stunde zu spät gegossen und schon sterben sie den schröcklich-dörrenden Tod eines Schwans… Nur um sich nach der Wassergabe wieder völlig zu erholen. Ist ja klar. Und weil mich das nervt und das auch Stress für die Pflanze ist dachte ich ein größerer Topf hält mehr Flüssigkeit, mehr Flüssigkeit heißt weniger theatralisches Flügelhängenlassen.

Die Cranberry-Pflänzchen wuseln über den Boden.

Die zwei werden auch bald umgesetzt. Ich brauche nur ein paar mehr Töpfe. Und Erde. Und Zeit. Puh. Gleiches gilt für die Tomate, den Lavendel und den Plectranthus. Und sobald ich Draht habe werden die Blumenkästen am Balkongeländer befestigt und im Herbst ziehen dann hoffentlich ein paar Erikas (aka Heidekraut, Calluna vulgaris) ein.

Erikas… hätte ich ja zu gerne, weil sie a) ganz viele Blüten haben die wiederum super für Bienchen sind (sofern sich mal eine in die Stadt verirrt…) und b) können die tatsächlich ziemlich alt werden. Also nix mit nach einer Saison ab in die Tonne…

Der Baldrian… darf nicht vergessen werden. Nachher ist der noch beleidigt. Er steht direkt neben der Goji-Pflanze und hat einen abgeknickten Stiel. Sind zwar noch weitere dran, aber irgendwie sieht er damit ziemlich unglücklich aus. Wie so ein einseitiger Schlappohrhase…

Man darf gespannt sein, was sich noch so in unserem kleinen Balkongarten tut. Ab nächstem Jahr ziehen dann ja Kartoffeln ein. Wenn ich bis dahin nicht alles mit irgendwelchen anderen Planungen verbaut habe 😉

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