Planetenentstehung für Dummies

Planetenentstehung im Schnellverfahren…

Man hat im Weltraum Gaswolken. Da ist auch einiges an Schmuddel und Staub drin. Manchmal kollabieren diese staubigen Gasschmuddelwolken. Das kommt so:

Auf der Erde breitet sich Gas einfach überall hin aus. Wenn man einen Luftballon hat und den mal in Zeitlupe platzen lässt verteilt sich das Gas daraus überall im Raum, geht zum Fenster raus und ist irgendwann einfach so weit verteilt dass man sagen kann es ist weg. Das liegt daran dass es auf der Erde Schwerkraft gibt.
Die Schwerkraft gibts im Universum aber nicht. Zumindest nicht so einfach. Deshalb fliegen Astronauten auch immer so ulkig rum da oben.
Jetzt ist es so, dass wenn man da eine Gaswolke hat, diese Wolke sich selbst zusammenhält. Es gibt ja außer der Wolke nix um die Wolke rum. Kann man sich bildlich mal so vorstellen wie ’ne Wolke am Himmel. Die hängt auch zusammen. Die Wolke im Weltall bleibt zusammen, weil sie ne eigene Schwerkraft in sich selbst hat. Die Gas-, Staub- und Schmuddelatome hängen wie kleine Magneten aneinander. Ist zwar kein klassischer Magnetismus, aber ähnlich, kann man sich mal so verbildlicht merken. Magneten ziehen mehr Magneten an. Und mehr. Und noch mehr. Und irgendwann hat die Wolke ganz viele staubige Magneten (Atome ^^) gesammelt.
Ok, die Atome hängen nun in ihrer eigenen Hood rum und pappen aufeinander… und jetzt?
Sagen wir mal, die Atome sind Kohlenstoff. Kennt man ja auch von der Erde. Kohlenstoff kann was cooles. Wenn sich Kohlenstoffatome mal treffen, hängen sie sich zusammen. Während andere Stoffe dafür schwierige Rahmenbedingungen brauchen kann Kohlenstoff das einfach so. Die Atome treffen sich, und wenn sie nicht unglaublich schnell aneinander vorbeirasen reicht das schon.
Ha! Man hat ja diese Magnetensache in der Wolke am laufen. So schnell sind die Atome da nicht unterwegs. Ist ja auch drängelig da, weil so viele Atome auf einem Haufen rumhängen und da wo’s eng ist kann man schlecht durchrasen. Perfekt. Dann klumpt’s. Mehr Masse hat mehr Schwerkraft. Mehr Schwerkraft zieht mehr Masse an. Mehr Masse = noch mehr Masse über kurz oder lang. Und so kam es dann zur Bröckchenbildung und man hat einen schönen, kleinen ^^ massiven Felsblock der durchs All fliegt. Mal hier, mal dort, meistens findet man die Dinger ja irgendwo um Planeten rum oder in Asteroidenfeldern (achtung, Star Trek… muss man vorsichtig durchfliegen sonst BÄM) Jetzt stellen wir uns mal vor, es gibt schon Brocken, die von nem Stern wie der Sonne bereits eingefangen wurden.
Da sitzt irgendwo eine dicke Sonne, die hat viel Masse und deshalb auch viel Anziehungskraft. Die Anziehung hat, sagen wir mal, bisher schon ein paar Brocken eingefangen. Und nun kommt unser Brocken, dem wir grade beim Entstehen zugesehen haben, da vorbei und wird einerseits von der Sonne eingefangen, weil die die größte Anziehungskraft hat. (Ist einfach so. So Sterne sind echt groß im Vergleich zu Planeten. Richtig groß. Fett, quasi. Das „Warum“ zu erklären wär aber echt zu lang jetzt.) Andererseits sind da aber auch die anderen Brocken, die haben auch Anziehung (Schwerkraft. Nennt man auch Gravitation). Also kommt, was kommen muss, unser Anfangsbrocken klatscht auf so einen bereits um die Sonne rotierenden Brocken drauf und … bleibt dran kleben. Das tun die Brocken bei solchen Zusammenstößen nicht immer, aber in meinem Beispiel tun sie das, damit ichs schön erklären kann. Dabei entsteht, wenn die sich treffen, ne Menge Wärme. Also Hitze. Und die ist so groß, dass sie die beiden Gesteinsbrocken zusammenschmilzt.

Jetzt drehen sich diese ganzen Brocken, während sie um die Sonne rumfliegen. Diese Drehung kann man sich mal verdeutlichen, wenn man sich nen Haufen knete nimmt und den auf einem Tisch zu einer Kugel formt, mit der flachen Hand. So ungefähr geht das im Weltraum auch. Da sind Druck und Schwerkraft am Werke, die dafür sorgen, dass halbwegs große Brocken irgendwann mal zu runden Kugeln zurechtgedrückt werden.

Der Brocken, der um die Sonne herum fliegt, ist fertig. Wasser könnte z.B. durch weitere, herumfliegende Körper auf den Planeten kommen. Die Eigendrehung des Brockens wird durch die Schwerkraft, einschlagende weitere Brocken und das Drumherum um den Brocken beeinflusst. Manchmal fangen solche Brocken auch nochmal kleinere Brocken ein, die werden dann zu Monden.

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