Was hältst du von der Pille?

Uah. Hormonelle Verhütung…

Also, fangen wir mal am Anfang an.

Mein  Körper, bzw. generell der menschliche Körper, wurde so konstruiert und das Konzept wurde weiterverfolgt, weil es funktioniert hat. Das ganze ist ein Produkt eines langen Trial-and-Error-Weges, und da man als Individuum selten etwas medizinisches aktiv dazu beiträgt, kann man die Entwicklung einfach fließen lassen und kann sich zurücklehnen. Das einzige, was wir zur Evolution beitragen müssen ist Sex zu haben. Yay \o/ Aber selbst keinen Sex zu haben wäre nicht „gegen“ die Evolution. Wenn der Mensch ausstirbt, ebnet er einer anderen Spezies den Weg. So einfach ist das.

Und dann ist da noch die Zivilistation. Und das soziale Umfeld. Irgendwann mit einsetzender Pubertät wird man (zum Glück) mit allerhand Wissen um die Schwangerschaft und deren Verhütung bombardiert. Im Idealfall. Man bekommt eine ganze Liste an die Hand, welche Verhütungsmethoden super, gehtso oder ungeeignet sind. Und die meisten Mädchen bleiben dann eben bei der Pille hängen. Die Pille ist nicht so schleimig und peinlich wie ein Kondom, nicht so außerirdisch wie ein Pessar und keine „Operation“, wie bei der Spirale nötig. Super, könnte man meinen.

Ist auch super. Die Pille hat Frauen unabhängig gemacht, hat ungewollte Schwangerschaften zu Hauf verhindert, frau konnte sich ab da selbst entscheiden und musste nicht darauf hoffen, dass „er“ „ihn“ rechtzeitig rauszieht oder das Kondom nicht platzt oder sonst irgendwas passiert.
Des einen Freud – des anderen Leid.

Jetzt verträgt nicht jede Frau die Pille. Manche werden davon richtig dick, manche richtig depressiv, wieder anderen schlägt das auf den Magen. Andere bekommen keine richtigen Symptome sondern fühlen sich nur diffus unwohl. Das kommt daher, dass die Pille eben nicht nur und ausschließlich verhindert, dass man Kinder bekommt, sondern dass sie in den Hormonhaushalt des Körpers eingreift. Das kann auch nützen, bei manchen wird das Hautbild besser und starke Regelblutungen können abgeschwächt werden. Auch Regelschmerzen können verschwinden oder sich in Grenzen halten. Hurra für die Pille?

Naja. Betrachten wir das mal unter einem anderen Gesichtspunkt, und zwar einem etwas ganzheitlicheren.
Was macht die Pille mit dem weiblichen Körper?
Die Pille enthält ein Hormon, das dem Körper signalisiert, dass er keine Eizellen heranreifen lassen braucht, weil sich eine ebensolche bereits in der Gebärmutter befindet und dort heranreift.
Vereinfacht gesagt: Die Pille erzählt dem Körper 21 Tage lang, dass er quasi-schwanger ist. Tatsächlich ist da natürlich keine Eizelle. Der Körper befindet sich in so einer Art nicht-richtig-schwanger-aber-auch-nicht-nichtschwanger-Phase.
Dann kommt eine 7tägige Pillenpause. In der Zeit kommt es nicht zur Menstruation im klassischen Sinn sondern zu einer Entzugsblutung. Und dann geht’s wieder von vorne los.

Disclaimer: das ganze ist eine stark vereinfachte Beschreibung, ich verwende bewusst keine Namen der entsprechenden Hormone, damit die eigentliche Botschaft nicht unter HCG und FSH verloren geht.

Was jetzt aber interessant ist, sind die Folgen.

1. Man hat mal nachgewiesen, dass sich der Männergeschmack unter Pilleneinfluss verändert. Mit Pille haben sich Frauen eher Männer geangelt, die ihnen (genetisch) ähnlicher waren. Ohne Pille haben sie Männer bevorzugt, die sich deutlich von ihnen unterschieden.
Warum?
Wegen der Quasi-Schwangerschaft. Kein Witz. Frauen suchen, wenn sie schwanger sind, ein Heim. Geborgenheit. Sicherheit. Und das finden sie am ehesten in der eigenen Familie, Bruder, Schwester, Eltern (aus der Sicht einer Urzeit-Frau sicher sinnvoll.)
Empfängnisbereite Frauen hingegen suchen was kräftiges, gesundes, großes, was die eigenen Gene ergänzt.

2. Ethinylestradiol.
Gesundheit! Spaß beiseite, das ist ein künstlich hergestelltes Östrogen. Und es wird über den Urin ausgeschieden. Und unsere Kläranlagen sind technisch nicht in der Lage, das Zeug aus dem Wasserkreislauf zu filtern, im Klartext, das Hormon kann auch wieder in unserem Trinkwasser landen, in Bächen, Flüssen, überall, wo Wasser so hinfließt. Das wiederum führt dazu, dass Wasserlebewesen das Zeug aufnehmen. Fische und Frösche verweiblichen, Männchen fangen an, Eier zu legen. Feminisierung heißt das. Verweiblichung. Der Fortpflanzungszyklus der Tiere wird gestört, Organe wie Leber und Nieren weisen Veränderungen vor.

More to come?

Was ich also von der Pille halte?

Nix. Nada. Niente. Schön, wenn sie bei der Emanzipation geholfen hat. Möglicherweise kann ich auch nur weil es die Pille gibt sagen, dass ich sie nicht brauche. Ich lehne hormonelle Eingriffe in meinen Körper ab, wenn sie kein Substitut für körpereigene Hormone sind, die aufgrund einer Krankheit eben fehlen.

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