Eibe in Xanten

Unweit vom Klever Tor in Xanten steht eine Eibe, die ich heute fotografieren durfte. Da stand sie dann also mit ihren roten Früchten in der Sonne und posierte ein bisschen.

Eiben.  An ihnen ist alles bis auf den roten Fruchtmantel giftig. Den kann man zwar essen, man darf nur die enthaltenen Samen nicht zerkauen und/oder schlucken. Von Experimenten zwecks Selbstbehandlung ist abzuraten, tödlich verlaufene Vergiftungsfälle sind sowohl von Mensch als auch von Tier bekannt. Der Giftgehalt, der im Winter am höchsten ist, wird nicht durch Kochen oder Trocknen gemindert.
Interessant ist die europäische Eibe wegen ihres Taxin B – Gehalts, ein zytostatisch (die Zellteilung hemmend) wirkender Stoff.

Eine Tinktur aus den Nadeln hilft gegen Hautparasiten und im Mittelalter soll eine Räucherung aus Eibenholz gegen Schnupfen, Husten und andere Erkrankungen der Lunge verwendet worden sein. Der Holzstaub kann zu Atemschwierigkeiten und Hautreizungen führen.

Die immergrünen Eiben sind eigen. Junge Eiben vertragen weder zuviel Sonne noch umpflanzen, sie haben empfindliche Wurzeln und sitzen gern schattig in einem Boden, der Wasser gut speichern kann.

Der wissenschaftliche Name der Eibe, Taxaceae, leitet sich vom griechischen τόξον ab, dem Wort für Bogen. Und da wären wir dann auch bei einer Verwendungsart für das Eibenholz. Bögen, Lanzen, Pfeile und Armbrüste hat man seinerzeit aus Eibenholz gefertigt, was zur Folge hatte, dass die Pflanze in einigen Landstrichen völlig verschwand. Die Eibe steht in Deutschland wegen des anhaltenden Rückgangs unter Schutz.

Magisch verwendet wurde sie zur Vertreibung von bösen Geistern und zum erwecken von Totengeistern. Gerne wurden/werden bislang auch Zauberstäbe aus ihrem Holz gefertigt, gilt die Pflanze doch in vielen Kulturen als heilig.

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