Zwangsheterosexualisierung

Langes Wort, oder?

Mir gefiels.

Also jetzt nicht so, wie ihr denkt, ich fand das Wort nämlich erheiternd. Bezug nehme ich damit auf die gute alte Frau Alice Schwarzer, die Königin der Emanzen. Die hat nämlich seinerzeit (haha!) in einem ihrer Bücher postuliert, ein

„heterosexueller Geschlechtsverkehr ohne Unterwerfung der Frau sei nicht möglich.“

Bzw der O-Ton las sich eher so:

„Nur der Mythos vom vaginalen Orgasmus (und damit von der Bedeutung der Penetration) sichert den Männern das Sexmonopol über Frauen. Und nur das Sexmonopol sichert den Männern das private Monopol, das das Fundament des öffentlichen Monopols der Männergesellschaft über Frauen ist.“

„Nur wenn das Dogma der Vorrangigkeit der Heterosexualität infrage gestellt wird, haben Frauen die Chance zu einer eigenständigen, nicht mannfixierten Entwicklung.“

Uff.

Das muss man zwei-drei mal lesen. Und nachdem ich ebendies getan hatte, hatte ich direkt mehrere Fragen:

– Lol?!

– Ist das Lesbenwerbung?

– Gibt’s so viele Männer die schlecht im Bett sind dass man anfängt nach langem hin und her sowas zu denken? Quasi als postkoitale Belastungsstörung?

Krass. Also ich resümiere nochmal, was ich über die Fortpflanzung der Gattung Homo Sapiens (sapiens) aus dem Biounterricht weiß: Mann und Frau haben Geschlechtsverkehr, dann passiert die Sache mit dem Eisprung und der Samenzelle, und einige Mitosen später hat man ne Menge Windeln zu wechseln. Damit hat man dann einen neuen kleinen Eukaryoten in die Welt gesetzt. So.
Der wichtige Teil war das mit Mann + Frau. Mann + Mann erzeugt genauso wie Frau + Frau nachweislich keinerlei Nachwuchs. Mann + Lieblingsschaf bzw. Frau + Lieblingspferd im Übrigen auch nicht.
Klar soweit.
Jetzt haben wir uns hier ja ein paar tausend Jahre erfolgreich vermehrt. Und auch wenn ich Homosexualität nicht herabwürdige muss ich einräumen, dass wenn alle Schwul/Lesbisch gewesen wären, wir nach exakt einer Generation weg gewesen wären. Durchschnittlich sind mehr Leute hetero als homo und das ist auch der Grund, warum die Zahl der Weltbevölkerung ansteigt. Jetzt könnte man ja keck behaupten, Ziel der Evolution sei es, die Art zu erhalten und durch Mutation zu verbessern (Kreationisten jetzt bitte aufhören zu lesen…), an neue Lebensumstände anzupassen etc pp.

(Einschub: Ich halte es für ein Zeichen maximaler Generosität meinerseits, mich mit diesem Zitat zu befassen. Abgesehen von meiner Abhandlung gäb es da noch die kurze Variante der Kommentierung die da lautet „Was geht’s die eigentlich an wie andere poppen?!“)

Wo war ich? Achja.

Die Evolution hat gesagt wir machen das so mit Mann und Frau. Klar gibts dann die, die aus dem Spektrum der Norm rausfallen und sich dann eben nicht vermehren, das ist aber nicht schlimm für die Rasse Mensch, solange es noch genug gibt, die sich eben vermehren.

Wäre es da nicht ein klitzekleines bisschen kurzgedacht, dieses Zitat da ernst zu meinen? Ich meine, was soll da denn bitte die Lösung sein? Lesbisch werden? Und dann aussterben damit man sich nicht mehr unterdrückt vorkommt? Nochmal als Disclaimer damit man mich nicht in die falsche Ecke stellt: Es ist mir völlig egal ob Leute homo oder hetero sind. Ich gehe sogar so weit zu sagen ich WILL es nicht wissen. Geht mich ja auch nix an.

Ok. Wenn man für sich selbst entdeckt dass man unterdrückt wird und man gleich dazuentdeckt, wie man sich davon lösen kann ist das prima. Jeder braucht ja so sein kleines Elysion am Ende der Fürchterlichkeit. Was aber viel schlimmer ist als bloß auf dem persönlichen Kreuzzug ins Glück zu sein ist, zig Leute mitzureißen.

Ich nehme mal mich als Beispiel (Ich nehme mich ständig als Beispiel…). Ich wurde bisweilen noch nicht diskriminiert. Warum? Weil man das 10 km gegen den Wind riecht, dass der Versuch Ärger bringt. Und ich bin jetzt nicht besonders groß und kräftig. Ich bin bloß pragmatisch.

Jetzt liegt diesem ganzen Theorem ja der Wunsch zugrunde, nicht mehr diskriminiert zu werden und man strebt ja eine Gleichberechtigung der Geschlechter an. Wenn ich mir so die Aussagen der Schwarzer und ähnlicher Konsorten über Männer durchlese, in denen beschrieben wird dass das ja alles potenzielle Vergewaltiger sind, dann muss ich zwar erstmal eine Lachpause einlegen weil man da ja schön mit Textmarker unterstrichen sieht, dass es offensichtlich nicht um eine Gleichberechtigung geht.

Diese Frauen fordern eine Gleichberechtigung von Mann und Frau. Gut. Unterschreibe ich. Dann hätte ich allerdings auch gerne die Wehrpflicht für Frauen. Ne nicht dieses Bonbongelutsche was wir bereits haben sondern schön alle ab 18 ab in die Army, im Matsch robben und Vaterlandsverteidigung lernen. Ja wie?! Da macht man sich natürlich dreckig bei, kriegt blaue Flecke, bricht sich Fingernägel ab. Und wenn wir schon dabeisind, wenn sich Männer beim Bund die Haare auf adäquate Länge stutzen müssen dann Frauen doch gleichberechtigterweise auch, oder? Ach nein, das hab ich schonwieder verwechselt. Gleichbepflichtigung ist das ja. Ne die wollten wir ja nicht. Wir wollten nur die schönen Sachen. Mehr Kohle, sich mehr Frechheiten rausnehmen dürfen um hinterher mit dem blauen Auge noch mehr darauf zu bestehen dass der Kerl ein Arschloch ist, sowas halt. (Nein nein, ich bin nicht dafür Frauen zu schlagen. Ich bin bloß dagegen als schwache Tussi Arschlöcher zu nerven. Bis einer weint…)

Gleichberechtigung.

Es ist ein altes Lied, dass sowohl dieses als auch die Worte „Frauenrecht“ bzw. „Menschenrecht“ noch nicht in alle Regionen dieser Welt vorgedrungen sind und das nimmt teils auch fürchterliche Ausmaße an, nicht selten den Tod der betroffenen Frauen billigend in Kauf nehmend. Ich halte es allerdings für unnötig, nein, grob fahrlässig, in der halbwegs zivilisierten Welt mit Lesbenschnickschnack rumzunerven während woanders Frauen zugenäht werden weil man sie so besser an den Mann bringt. Religion und Gesellschaft treiben da teils seltsame Blüten die nicht mit der Evolution vereinbar sind.

Gut. Macht man sich eben Gedanken darüber und interpretiert daran herum, wie heterosexueller Geschlechtsverkehr so abläuft und dass das die Wurzel vieler Übel ist. Was besser wäre anstelle dessen?  Die Kohle die man, obwohl das alles weibliches Unterdrückungsgut ist für Makeup und Klamotten ausgibt einfach mal spenden. Und die TV-Gagen und die Kohle für Artikel und Bücher gleich mit. Wenn man das hinter sich hat greift man sich ne Schüppe, ein paar Säcke Zement, und zieht in eins dieser fürchterlichen Länder um da Brunnen und Schulen zu bauen. Und wie man das macht könnte man ja praktischerweise bei der gleichbepflichtigten Wehrdienst-Grundausbildung lernen.

Gleichberechtigung. Ich kotz gleich. Das ist doch nur wieder so ein medienfüllender Schwachsinn der nur deshalb durch den Äther graust, damit Mandy und Sandy auch morgen noch was haben worüber sie fußwippend beim Friseur philosophieren können.

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